Coachingwissen A-Z
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BAFA Berater
„Ein BAFA-Berater ist ein vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) offiziell anerkannter Unternehmensberater, dessen Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) staatlich gefördert werden können.Gefördert werden Beratungen zu Themen wie: Gründung, Wachstum, Strategieentwicklung, Finanzierung, Controlling, Kostenoptimierung, Digitalisierung, Innovation, NachhaltigkeitDie Förderung erfolgt als Zuschuss (50–90 %) zu den Beratungskosten.
In der Beratungspraxis bietet die BAFA-Förderung Unternehmen eine kostengünstige Möglichkeit, externe Expertise zu nutzen. Voraussetzung: Der Berater muss beim BAFA registriert sein, und die Beratung muss vorab beantragt werden.“
Balanced Score Card
„Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein strategisches Managementinstrument, das Unternehmen hilft, Ziele ganzheitlich zu steuern – über finanzielle Kennzahlen hinaus. Sie verbindet strategische Zielsetzungen mit messbaren Kennzahlen aus vier Perspektiven:1) Finanzen – z. B. Umsatz, Gewinn, Rentabilität
2) Kunden – z. B. Kundenzufriedenheit, Marktanteil
3) Interne Prozesse – z. B. Qualität, Effizienz, Innovationsgrad
4) Lernen & Entwicklung – z. B. Mitarbeiterkompetenzen, Weiterbildung, UnternehmenskulturZiel ist es, Strategie und operative Umsetzung enger zu verknüpfen und alle relevanten Erfolgsfaktoren im Blick zu behalten. In der Beratungspraxis dient die Balanced Scorecard oft als Steuerungs- und Kommunikationsinstrument, um Unternehmen strategisch auszurichten, klare Prioritäten zu setzen und Erfolge messbar zu machen. Sie ist besonders hilfreich bei Wachstums-, Veränderungs- oder Professionalisierungsprozessen.“
BBZ (Bildungs- und Beratungszentrum)
„Der Begriff BBZ steht in vielen Fällen für ein Bildungs- und Beratungszentrum, wobei der genaue Name und die Ausrichtung je nach Region und Träger variieren kann. Häufig handelt es sich dabei um private oder gemeinnützige Bildungsträger, die berufliche Weiterbildung, Umschulung, Qualifizierung und Beratung anbieten.Typische Leistungen eines BBZ:
– Vorbereitung auf IHK-Prüfungen
– Umschulungen in kaufmännischen, technischen oder sozialen Berufen
– Coaching und Bewerbertrainings
– Sprachkurse, Integrationsangebote, Fördermaßnahmen (z. B. AVGS)
– Unternehmensberatung und PersonalentwicklungIn vielen Regionen arbeitet das BBZ eng mit der Agentur für Arbeit, Kammern und Unternehmen zusammen. In der Beratungspraxis ist das BBZ oft ein wichtiger Partner für Weiterbildungen, besonders im geförderten Bereich.“
Benchmarking
„Benchmarking ist der systematische Vergleich von Prozessen, Produkten oder Kennzahlen mit den Besten der Branche oder direkten Wettbewerbern. Ziel ist es, Leistungsunterschiede zu erkennen, Ursachen zu verstehen und gezielt zu verbessern.Man unterscheidet internes, wettbewerbsorientiertes und funktionsübergreifendes Benchmarking. In der Beratung hilft es, objektive Maßstäbe zu setzen und Optimierungspotenziale datenbasiert zu erschließen.“
Beschäftigungsgrad
Der Beschäftigungsgrad gibt an, wie stark die vorhandene Kapazität eines Unternehmens tatsächlich genutzt wird. Er berechnet sich aus dem Verhältnis der tatsächlichen Auslastung zur Maximalkapazität. Der Beschäftigungsgrad beeinflusst direkt die Wirtschaftlichkeit, da hohe Fixkosten bei geringer Auslastung die Rentabilität senken.
Bildungsurlaub
Bildungsurlaub ist ein gesetzlich geregelter Sonderurlaub, den Arbeitnehmer:innen in den meisten Bundesländern in Deutschland nutzen können, um sich beruflich oder politisch weiterzubilden – bei voller Lohnfortzahlung. Anspruch besteht in der Regel auf 5 Tage pro Jahr (in manchen Bundesländern auf 10 Tage innerhalb von zwei Jahren).
Wichtig:
– Gilt nur für Arbeitnehmer:innen, nicht für Selbstständige
– Die Weiterbildung muss in einem vom Bundesland anerkannten Kursprogramm stattfinden
– Der Antrag muss rechtzeitig vor Kursbeginn beim Arbeitgeber eingereicht werden (meist 6 Wochen vorher)
– Nicht in allen Bundesländern gesetzlich geregelt (z. B. Bayern und Sachsen nicht)In der Beratungspraxis ist Bildungsurlaub ein wichtiges Argument zur Teilnahmeförderung, z. B. bei Kompaktlehrgängen, da er Zeit und finanzielle Hürden senken kann. Voraussetzung: Der Anbieter und das Seminar müssen als bildungsurlaubsfähig anerkannt sein – je nach Bundesland.“
Business Coach
Ein Business Coach begleitet Führungskräfte, Selbstständige oder Teams bei beruflichen Fragestellungen mit dem Ziel, Leistung, Klarheit und persönliche Wirksamkeit zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Führung, Kommunikation, Entscheidungsverhalten, Konfliktlösung, Selbstmanagement oder berufliche Neuorientierung.Im Unterschied zur klassischen Beratung gibt der Business Coach keine direkten Lösungen vor, sondern unterstützt durch strukturierte Gespräche, gezielte Fragen und erprobte Methoden dabei, eigene Lösungen zu entwickeln. Die Rolle ist neutral, vertrauensvoll und partnerschaftlich – oft auch mit strategischer oder systemischer Perspektive.In der Beratungspraxis wird Business Coaching besonders bei Veränderungsprozessen, Rollenwechseln, Wachstumsphasen oder persönlichen Blockaden eingesetzt. Entscheidend für den Erfolg sind Zielklarheit, professionelles Vorgehen und eine tragfähige Beziehung zwischen Coach und Coachee.“
Businessplan
„Ein Businessplan ist ein strukturiertes Dokument, das ein Geschäftsmodell beschreibt und die wesentlichen Planungen für die Umsetzung darstellt – von der Idee über Markt und Wettbewerb bis hin zu Finanzierung, Marketing und Organisation. Er dient als Leitfaden für die Unternehmensführung und als Entscheidungsgrundlage für Banken, Investoren oder Förderstellen. Neben einer fundierten Finanzplanung enthält er auch eine Einschätzung zu Chancen und Risiken. In der Beratungspraxis ist der Businessplan ein zentrales Instrument zur Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und zur Vorbereitung unternehmerischer Entscheidungen.Der Businessplan sollte realistisch, nachvollziehbar und gut strukturiert sein. Wichtig: Er ist kein starres Dokument, sondern ein lebendiges Planungsinstrument, das regelmäßig aktualisiert und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden sollte. In der Beratungspraxis ist der Businessplan ein zentrales Werkzeug zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit von Geschäftsmodellen.“
